Shopware oder Medusa? So wählst du das richtige E-Commerce-System
Die Plattformfrage entscheidet ein E-Commerce-Projekt oft schon, bevor die erste Zeile Code geschrieben ist. Statt Dogmen hier ein ehrlicher Blick aus der Praxis – für B2B und B2C.
Shopware: die ausgereifte All-in-One-Lösung
Shopware ist stark, wenn du eine bewährte, wartbare Plattform mit gutem Admin-Backend willst. Produktverwaltung, Kategoriestrukturen, Marketing-Tools und SEO sind out of the box dabei. Für viele Mittelständler ist Shopware 6 der pragmatische Standard – besonders, wenn ihr von Shopware 5 migriert.
Passt, wenn: du eine solide Basis mit viel Standard-Funktionalität brauchst und nicht jedes Detail selbst bauen willst.
Medusa.js: maximale Flexibilität, headless von Grund auf
Medusa ist API-first und in Node.js geschrieben. Das lohnt sich, wenn dein Geschäftsmodell nicht in den Standard passt: komplexe B2B-Preislogik, Warengruppen-Matrizen, Multi-Vendor-Marktplätze oder ein individuelles Kundenportal. Du zahlst mit mehr Entwicklungsaufwand – bekommst dafür aber ein System, das sich exakt an deine Prozesse anpasst.
Passt, wenn: du individuelle Logik, ein eigenes Frontend oder einen Marktplatz brauchst.
Shopify: schnell live, wenig Komplexität
Shopify glänzt bei Time-to-Market. Gehostet, riesiges App-Ökosystem, wenig technischer Overhead. Der Trade-off: weniger Kontrolle und laufende Kosten pro Feature.
Passt, wenn: du schnell und unkompliziert verkaufen willst und der Standard reicht.
Die eigentliche Frage
Nicht „Welche Plattform ist die beste?”, sondern: Wie individuell ist dein Geschäftsmodell – und wie viel Kontrolle brauchst du? Je komplexer die Preis- und Prozesslogik, desto eher lohnt sich Medusa. Je näher am Standard, desto eher Shopware oder Shopify.
Unsicher, wo dein Projekt steht? Wir schauen uns dein Setup in einem kurzen Audit an und sagen dir ehrlich, was passt – ohne Plattform-Dogma.